Was geschieht im therapeutischen Figurenspiel?

Häufig fällt es kleinen aber auch grossen Menschen schwer, ihre Sorgen, Ängste und Schwierigkeiten in Worte zu fassen.

Für Bezugspersonen ist es dann schwer verständlich, was in den Köpfen und Herzen der Betroffenen vorgeht und was sie durch ihr Verhalten mitteilen möchten.

Oft sind ganze Familien und auch Bezugspersonen hilflos und brauchen in der schwierigen Lebensphase Unterstützung.

Die Figurenspieltherapie bietet da Entlastung und Raum.

 

Figuren sind starke Begleiter oder Helfer und bieten Identifikationsmöglichkeit. Kindern und auch Erwachsenen fällt es leichter sich mit Hilfe einer Figur mitzuteilen.

Das Spiel auf der Bühne mit Handfiguren und Requisiten, sowie das Modellieren von eigenen Figuren, ermöglicht es den Klienten ihren Themen eine Gestalt zu geben und diese zu verarbeiten.

Weitere kreative Mittel wie malen, werken, tonen, filzen, Sandspielinstallationen, das Hören von Märchen, ergänzen Figurenspiel und Figurenbau und erlauben dem Klienten seinen inneren Bildern Gestalt zu geben.

 

Aus all den Geschichten, Spielen und Handlungen ergeben sich Bilder, deren Symbolik entschlüsselt werden will und die den weiteren Verlauf der Behandlung bestimmen. Was der Klient als lustvolles, schöpferisches Tun erlebt, ist ein heilsamer Prozess, den ich in einem geschützten Rahmen achtsam begleite.

Wenn ich mit Kindern arbeite, sind regelmässige, unterstützende und beratende Gespräche mit den Eltern hilfreich, um gemeinsam Verständnis für den Prozess des Kindes zu entwickeln und den Therapieverlauf positiv zu beeinflussen.

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